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Aktuelles

16.02.2021
Gibt's im Himmel Fairen Handel?

Gibt's im Himmel Fairen Handel?

Eine schwierige Frage? Nein - Überhaupt nicht! Denn wenn es im Himmel Handel gibt, ist er natürlich fair. Sonst wär's ja nicht der Himmel!

Es trifft einfach zu, dass jeder Bereich unseres Lebens, auch die Wahl meines Kaffees, Tees oder Schokolade, mit den Fundamenten des christlichen Glaubens zu tun hat.
Deshalb haben vor 52 Jahren u.a. Misereor und Brot für die Welt den fairen Handel in Deutschland mit ins Leben gerufen. 

Im Weltladen am Marktplatz - Freiwillige helfen beim Verkauf

Damals wie heute ist es 

das Ziel des Fairen Handels,

  • Frauen und Männern gerechten Lohn für die Arbeit zu bezahlen,
  • Kinderarbeit auszuschließen,
  • die soziale und wirtschaftliche Kluft zwischen Gesellschaften des globalen Nordens und Südens  nicht anwachsen zu lassen,
  • Gottes Schöpfung zu erhalten und durch bewussten Konsum den zerstörerischen Verbrauch  natürlicher Ressourcen zu beenden.

    Gottesdienst im Alltag

„Mein Einkaufs- und Konsumverhalten ist Gottesdienst im Alltag“, fasst es Christa Winkelhaus aus der Pfarrei St. Antonius und Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Solidarische  Welt zusammen. 1974 haben evangelische und katholische Jugendliche die ersten fair gehandelten Waren in Rheine in einem  kleinen Laden verkauft“, erinnert sich Pfarrerin em Kerstin Hemker an das erste „Zentrum Eine Welt“ in Rheine.

Der neue Weltladen am Marktplatz

Heute öffnet der Weltladen direkt am Markt täglich zu den üblichen Geschäftszeiten seine Tür. Groß, freundlich und gut sortiert wirkt der lichtdurchflutete Laden. Träger ist seit gut einem Jahr nicht mehr die Arbeitsgemeinschaft Solidarische Welt, sondern die Weltladen-Betreiber-Genossenschaft. Durch ein professionelles Management kann der Weltladen attraktive Produkte für den täglichen Konsum, aber auch hochwertige Geschenkartikel und Textilien in einem einladenden Umfeld anbieten. So sollen sich möglichst viele Menschen für den fairen Handel begeistern, vor allem auch die, die bisher noch nicht damit in Berührung gekommen sind . 

Machen Sie mit! 

Wie in den Anfängen spielen die derzeit 18 Ehrenamtlichen eine wichtige Rolle für den Verkauf und die Beratung im Weltladen. 

Warum engagieren sich hier Menschen im Alter zwischen 18 und 70 Jahren?

„Ich bin im Ruhestand und freue mich, mit geringem Aufwand als Ehrenamtlicher im Weltladen für mehr Gerechtigkeit in der Welt einstehen zu können. Mein Glaube an Jesus von Nazareth, der für die Ärmsten da war, findet hier seinen praktischen Ausdruck“, erzählt Adalbert Hanisch.
Christa und Hermann Raatgering sagen auf die Frage nach ihrer Motivation: „Wir freuen uns, dass wir durch unsere ehrenamtliche Mitarbeit im Weltladen Rheine einen kleinen Beitrag für eine etwas gerechtere Welt leisten können. Wie ein afrikanisches Sprichwort schon sagt: Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können wir das Gesicht der Welt verändern!“

Vielleicht haben Sie ja auch Lust, Teil dieses Teams zu werden und sich für mehr Gerechtigkeit und Nächstenliebe im Alltag zu engagieren? Schauen Sie doch einfach mal in den Weltladen rein. Auch während des Lockdowns ist der Weltladen am Marktplatz 12 geöffnet und bietet eine breite Palette an Lebensmitteln und Drogerieartikeln. 

Kontakt: Claudia Coleman, Weltladen Rheine  05971 9844332
                Michael Remke-Smeenk,  Im Lütkefeld 12, 48431 Rheine  015120622456   /  info@asw-rheine.de

 

 

 



03.02.2021
Faire Orangen - zum zweiten Mal in Rheine

Süßer und fairer Start in das Jahr 2021

Mitglieder der evangelischen und katholischen Kirchengemeinden, der Steuerungsgruppe der Fairtrade TownRheine, des Forums für Menschenrechte und Nachhaltigkeit sowie des Chor Signale freuen sich, dass die zweite Aktion der fairen Orangen auf noch größere Resonanz getroffen ist.

Globale Politik konkret lokal erfahren

„Da wir so viele positive Rückmeldungen und Nachfragen nach fair gehandelten Orangen hatten, haben wir beschlossen, uns im Februar 2021 erneut an der Aktion des Amtes für Mission, Ökumene und Weltverantwortung der evangelischen Kirche von Westfalen zu beteiligen“, erklärt Pfarrerin em Kerstin Hemker, Botschafterin für Brot für die Welt. Gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Solidarische Welt (ASW e.V.), die seit über 40 Jahren sich für faire Beziehungen im Welthandel einsetzt, wurden im vergangenen Dezember allein für Rheine 220 kg Bio-Orangen aus der Genossenschaft  „SOS Rosarno“ im italienischen Kalabrien bezogen. Die italienischen Kleinbauern  kämpfen wie die deutschen Landwirte mit  den großen Handelsketten um Erzeugerpreise, die die Herstellungskosten und einen fairen Lohn für die Bauern sowie die Erntehelfer, überwiegend afrikanische  Migranten, einschließen.

„Toll, dass wir beim zweiten Mal fast 400 kg bestellen konnten. Nicht nur Mitglieder unseres Vereins haben sich beteiligt, sondern auch Vertreter aus evangelischen und katholischen Kirchengemeinden sowie Mitglieder aus dem Forum für Menschenrechte und Nachhaltigkeit und dem Chor Signale“, freut sich Michael Remke-Smeenk, Vorsitzender der ASW Rheine. „Süße Orangen sollen keinen bitteren Beigeschmack für die Erntehelfer haben, die oft in sklavenähnlichen Arbeitsverhältnissen leben. Immer mehr Menschen möchten wissen, unter welchen Bedingungen gekaufte Produkte hergestellt werden und sie sind bereit, für faire Entlohnung und menschenwürdige Arbeitsbedingungen auch einen angemessenen Preis zu zahlen.“

Diese süße Aktion ist ein gutes Beispiel für die Forderung nach einer Sorgfaltspflicht von Unternehmen in der Lieferkette von Produkten. Nicht nur das deutsche Bundesministerium für Arbeit und Soziales sowie das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung haben einen Gesetzesvorschlag in den Bundestag eingebracht. Am 27.1.2021 hat der Rechtsausschuss des Europaparlaments für einen konkreten Vorschlag für ein europäisches Lieferkettengesetz fast einstimmig gestimmt. „Das wird Auswirkungen bis auf die kommunale Ebene haben. Deshalb befassen wir uns in der nächsten Sitzung der Steuergruppe der Fairtrade Town Rheine am 9.2.2021 auch mit dieser Aktion. Es ist ein gutes Beispiel für öko-faire Beschaffung, die hoffentlich bald Standard für die Beschaffung in Kommunen ist“, führt Christa Winkelhaus als Mitglied der Steuergruppe aus.

Am Donnerstag, den 18.2.2021 von 19.30 – 21.00 Uhr besteht die Möglichkeit an einer Zoomkonferenz des evangelischen Amtes für Mission, Ökumene und Weltverantwortung  mit Herrn Prof. Gilles Reckinger, Ethnologe und Autor des Buches "Bittere Orangen" teilzunehmen. Er schildert die Situation der Plantagenarbeiter in Kalabrien. Bei Interesse melden Sie sich bitte bei Pfarrerin em Kerstin Hemker:  kahemker@web.de.

Damit Interessierte die Aktion kennenlernen und die Orangen testen können, gibt die Arbeitsgemeinschaft Solidarische Welt zum Einkaufspreis Orangen weiter, die im Weltladen Rheine Marktplatz 12 zwischen 10.00 und 16.00 Uhr erworben werden können.

 



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Termine

03.05.2021
Die Mitgliederversammlung 2020 der ASW wird coronabedingt verschoben auf Montag, den 3. Mai 2021 um 18 Uhr im WeltRaum, Münsterstr. 2b
05.06.2021
Ein WeltFest planen wir für Samstag, den 5. Juni, ab 11 Uhr im Innenhof hinter dem Weltladen an der Münsterstr. 2b zur Eröffnung und Einweihung unseres WeltRaumes. Alle ASW- und AHW- Mitglieder, unsere Freundinnen und Freunde sowie alle an einer solidarischen und humanen Welt Interessierten sind herzlich willkommen!



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